Revolut in der Schweiz: Konto, Gebühren und Nutzung

Revolut in der Schweiz: Die App ist die meistgenutzte Neobank unter Rumänen in der Diaspora – und für jemanden, der sich in der Schweiz niedergelassen hat, hat es eine klare Rolle: nicht als einziges Konto, sondern als Zweitkonto, das für Überweisungen nach Rumänien, Ausgaben in Fremdwährung und Reisen gedacht ist. In diesem Ratgeber erfährst du, was Revolut in der Schweiz kann, was es kostet und wo seine Grenzen liegen.

Was Revolut in der Schweiz bietet

Revolut in der Schweiz: Stärken und Grenzen als Zweitkonto
  • Kostenloses Standard-Konto – Eröffnung zu 100% über die App, in wenigen Minuten
  • Schweizer IBAN (CH) – verfügbar über eine Partnerschaft mit PostFinance, aber es handelt sich um ein Sammelkonto (Virtual Account Number/Reference Number), keine individuelle IBAN auf deinen Namen. Manche Arbeitgeber oder Versorgungsunternehmen in der Schweiz können deshalb Probleme bei der Zahlungsverarbeitung haben
  • Währungsumtausch zum Interbankenkurs, ohne versteckte Gebühren, für die meisten Hauptwährungen
  • TWINT – nicht nativ unterstützt; nur über TWINT Prepaid mit manueller Aufladung, ziemlich unpraktisch für den täglichen Gebrauch
  • Bargeldbezüge kostenlos bis 200 CHF/Monat im Standard-Plan

Pläne und Gebühren

PlanMonatliche KostenKostenlose BezügePhysische Karte
StandardKostenlosBis 200 CHF/MonatVersandgebühr ~5,50 CHF
Premium~11 CHF/MonatBis 400 CHF/MonatKostenlos
Metal~19 CHF/MonatHöheres Limit + CashbackKostenlos, Metallkarte

(Richttarife 2026 – prüfe immer die aktuellen Bedingungen direkt in der Revolut-App, sie werden regelmässig angepasst.)

Revolut in der Schweiz: wofür du es in der Praxis nutzt

  • Überweisungen nach Rumänien – schnell, guter Kurs, ohne traditionelle Bankgebühren
  • Ausgaben auf Reisen – vorteilhafter Währungsumtausch ausserhalb der CHF-Zone
  • Zweitkonto für Ersparnisse in mehreren Währungen – du kannst separate Guthaben in CHF, EUR, RON führen

So eröffnest du dein Konto

  1. App herunterladen und mit deiner Schweizer Handynummer registrieren.
  2. Identität bestätigen – mit Pass oder Identitätskarte sowie einem Selfie direkt in der App.
  3. Wohnadresse in der Schweiz angeben, damit dir die lokalen Kontodaten angezeigt werden.
  4. Karte bestellen – die virtuelle Karte kannst du sofort in Apple Pay oder Google Pay nutzen, die physische Karte kommt per Post.
  5. Geld einzahlen, zum Beispiel per Überweisung von deinem Schweizer Hauptkonto.

Der ganze Ablauf dauert meist nur wenige Minuten. Halte deine Dokumente griffbereit und achte darauf, dass Name und Adresse genau mit deinem Ausweis übereinstimmen – so vermeidest du Verzögerungen bei der Prüfung.

Aktuell: Revolut beantragt eine Schweizer Banklizenz

Im September 2026 hat Revolut bei der FINMA eine Schweizer Banklizenz beantragt und angekündigt, in den nächsten fünf Jahren über 150 Millionen Franken in der Schweiz zu investieren. Laut Unternehmen nutzen bereits über 1,3 Millionen Kundinnen und Kunden Revolut in der Schweiz (Quelle: Netzwoche).

Wird die Lizenz erteilt, will Revolut echte persönliche Schweizer IBANs über eine neue Schweizer Bankgesellschaft ausgeben – mit Einlagen, die unter die Schweizer Einlagensicherung fallen. Geprüft werden zudem eine TWINT-Integration und Konten für die Säule 3a. Ein Starttermin steht noch nicht fest, und der Ausgang des Bewilligungsverfahrens ist offen. Bis dahin gelten die Einschränkungen, die wir oben beschreiben.

Häufige Fragen zu Revolut in der Schweiz

Kann ich meinen Lohn auf Revolut erhalten?

Technisch oft ja, aber nicht jeder Arbeitgeber akzeptiert die virtuelle CH-IBAN problemlos. Für Lohn, Miete und Rechnungen ist ein Schweizer Konto mit persönlicher IBAN derzeit die sicherere Wahl.

Lohnt sich ein kostenpflichtiger Plan?

Für die meisten, die Revolut in der Schweiz als Zweitkonto nutzen, reicht der kostenlose Standard-Plan. Ein bezahlter Plan lohnt sich eher, wenn du viel reist, regelmässig grössere Beträge wechselst oder die höheren Bezugslimiten wirklich brauchst.

Welches Konto passt als Hauptkonto dazu?

Viele kombinieren Revolut mit einer Schweizer Neobank mit TWINT und persönlicher IBAN. Welche Optionen es gibt, zeigt unser Vergleich der Neobanken in der Schweiz.

Achtung

Wir empfehlen Revolut nicht als einziges Bankkonto in der Schweiz – das Fehlen von nativem TWINT und einer persönlichen (nicht gesammelten) IBAN sind echte Hindernisse für Miete, Lohn oder Zahlungen an Schweizer Anbieter. Dafür brauchst du ein Schweizer Konto wie Neon, Zak oder Yuh.

Kurz gesagt
  • Kostenloses Konto, in wenigen Minuten über die App eröffnet
  • Schweizer IBAN verfügbar, aber gesammelt – nicht individuell
  • Kein natives TWINT – nur TWINT Prepaid, unpraktisch
  • Am besten als Zweitkonto: Überweisungen, Fremdwährung, Reisen

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