Bist du kürzlich in die Schweiz gezogen? Die ersten Wochen sind voller administrativer Formalitäten. Dieser Leitfaden führt durch die wichtigsten Schritte, in der Reihenfolge, in der sie meist erledigt werden müssen.
Du musst dich innert 14 Tagen nach Ankunft bei der Gemeindeverwaltung deines Wohnorts anmelden. Die genaue Frist kann von Kanton zu Kanton leicht variieren.
Benötigte Dokumente:
Nach der Anmeldung stellt die Gemeinde die Aufenthaltsbewilligung aus (Bewilligung L, B oder G, je nach Situation).
Rumänische Staatsangehörige geniessen als EU-Bürger die Personenfreizügigkeit, benötigen aber trotzdem eine Bewilligung:
Bevor du ein Stellenangebot aus Rumänien in die Schweiz annimmst, prüfe die Anzeichen einer klassischen Betrugsmasche — der Leitfaden zu Betrug und Abzocke erklärt genau, was du vor der Abreise vermeiden solltest.
Du hast 3 Monate ab Ankunft Zeit, um eine obligatorische Grundversicherung abzuschliessen. Sie ist gesetzlich vorgeschrieben, unabhängig von Alter oder Gesundheitszustand.
Überschreitest du die 3-Monats-Frist, kann die Versicherung rückwirkend angewendet werden, mit zusätzlichen Kosten seitens der Krankenkasse.
Franchise und Deckungsstufen haben wir im Leitfaden zur Krankenversicherung im Detail erklärt.
Die meisten Arbeitgeber zahlen den Lohn direkt auf ein Schweizer Bankkonto. Du brauchst dazu meist: Ausweisdokument, Aufenthaltsbewilligung (oder Nachweis, dass du sie beantragt hast) und den Arbeitsvertrag.
Manche Banken erlauben die Kontoeröffnung bereits vor Erhalt der definitiven Bewilligung, mit provisorischen Dokumenten — nützlich, wenn der Arbeitgeber für den ersten Lohn ein Schweizer IBAN verlangt.
Der Arbeitgeber beantragt bei der Anstellung meist automatisch die AHV-Nummer (das Äquivalent zu einer Sozialversicherungsnummer). Arbeitest du selbständig, beantragst du sie direkt bei der Ausgleichskasse deines Kantons.
Hast du keine Niederlassungsbewilligung C, wirst du in der Regel „an der Quelle» besteuert — der Arbeitgeber zieht die Steuer direkt vom Lohn ab, abhängig von Kanton, Einkommen und familiärer Situation. Die Unterschiede zur ordentlichen Veranlagung haben wir im Leitfaden zum Steuersystem erklärt.
Hinweis: Die genauen Verfahren und Fristen können von Kanton zu Kanton variieren. Für Details zu deiner Situation empfehlen wir die Gemeindeverwaltung oder einen lokalen Fachberater zu konsultieren.
Brauchst du Hilfe bei den Formalitäten von einem rumänischsprachigen Fachberater?
Spezialisten im PortalElvetia.ch-Verzeichnis finden